Meves: "Familie braucht Hilfe, damit wir eine Zukunft haben"

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09.06.07
Meves: "Familie braucht Hilfe, damit wir eine Zukunft haben"

Von: Oeffentlicher Anzeiger

Jugendpsychotherapeutin kritisiert familienfeindliche Entwicklung

Bad Kreuznach. Eine "familienfeindliche gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland" kritisierte die Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Christa Meves, die bei der Freien Christengemeinde Die Brücke referierte. Ihr Thema: "Die Familie braucht Hilfe, damit wir eine Zukunft haben".

Zunächst ließ Meves Zahlen für sich sprechen: Die Geburtenzahlen sanken von 1965 (2,6 Kinder pro Familie) auf jetzt 1,3 Kinder im Durchschnitt, die Zahl der Scheidungen stieg auf 220 000 jährlich an. Davon sind 163 000 Scheidungswaisen betroffen.

Wurden 1965 noch zwölf Prozent der Ehen geschieden, sind es heute bereits 40 Prozent. Seit 1976 seien in Deutschland acht Millionen Kinder abgetrieben worden. Der wichtigste Beruf der Mutter sei entwertet und abgeschafft worden. Diese Entwicklung sei äußerst schädlich für die Gesellschaft, sagt Meves. Da es nichts mehr wert sei, Kinder aufzuziehen, wünsche man eine möglichst schnelle Ablösung des Kindes von der Mutter.

Meves erläuterte, dass sich durch Hirnforschung Erkenntnisse bestätigt hätten, die sie in der Praxis beobachtet hat: Bereits acht Wachen nach der Zeugung konstituiert sich das Gehirn, die Gehirnentwicklung ist mit dem dritten Lebensjahr fast abgeschlossen. Fehlt die Mutter in dieser Phase, hat das für die Entwicklung der Kinder gravierende Folgen.

So warnte Meves eindringlich vor den Folgen der verfrühten Ablösung des Kindes von der Mutter: Vermehrtes Auftreten von Süchten, mangelnde Sozialkompetenz, depressive Neigung und geringere Intelligenz seien in den USA festgestellt worden Tausende „Krippen-Kinder“ wurden mit Kindern verglichen, die drei Jahre zu Hause betreut worden waren.

Für die Referentin gab es lang anhaltenden Applaus und dann einen Ansturm auf den Büchertisch der Christlichen Buchhandlung, die einige der preisgekrönten Arbeiten der Autorin anbot.


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