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Gospelchor zog Zuhörer in Bann
Zeitungsbericht Öffentlicher Anzeiger von Albert Kossmann
Bad Kreuznach. Zu Ehren Gottes und zur Freude der Menschen erklang im voll besetzten Zentrum der Freien Christengemeinde „Die Brücke“ ein Benefiz-Gospelkonzert zugunsten des Eugenie-Michels-Hospiz. Den Zuhörern gefiel das Konzert so gut, dass sie großzügig spendeten: 1000 Euro kamen zusammen, die in die Hilfe für schwer kranke Menschen fließt.
Die 20 Sänger unter Leitung der Dirigentin Susanne Thyroff verwandelten mit emotionalen Gospels das Gemeindezentrum in ein Gotteshaus irgendwo in den Südstaaten der USA. Schon zum Anfang ging der Chor mit dem Song „Glory to God“ beherzt und konsequent zur Sache und legte somit die Lunte, die sofort im Publikum loderte. Es gelang dem Chor, die Zuhörer so zu begeistern, dass sie sich schnell vom Rhythmus und den bestens aufgelegten Akteuren anstecken ließen.
Alle klatschten, schwangen ihre Körper im Takt der Musik und ließen sich vom Zauber der Gospels in den Bann ziehen. Es waren vorwiegend neue Lieder mit geistlichem Inhalt zu hören, wie etwa „The blood will never lose its power, „This train“, „Always“ oder „Soon and very soon“. Alles Lobpreislieder, die auch in den sonntäglichen Gottesdiensten im „Brücke“-Zentrum gesungen werden.
Aber was wäre ein Gospelkonzert ohne Ohrwürmer wie „He´s got the whole world in his hands“, „Oh when the saints“, oder „Go tell it on the mountain“, die der Chor natürlich auch sang. Die Zuhörer spürten, dass es den jungen Leuten viel Freude machte, Gott mit Musik zu loben.
Die Formation glänzte mit stimmlicher Eleganz und toller Tonführung, brachte das in den Gospels enthaltene Evangelium und den tiefen Glauben überzeugt rüber. Der Chor bezog bei fast jedem Vortrag seine tragenden Solostimmen ein. Da war kein kommerzieller Gospelchor am Werk, der vorwiegend in der Weihnachtszeit von Kirche zu Kirche zieht und routiniert eine Schau abzieht. Da war viel Herz und Liebe zu Gott aus den Vorträgen herauszuhören. So interpretierten beispielsweise die Chormitglieder das Stück “Amazing grace“ ganz neu. Äußerst emotional sangen sie auch den Titelsong aus „Untergang der Titanic“, der sich als musikalischer Faden durch die tragische Handlung des Films zieht.
Ein Klassechor, der noch ausbaufähig ist, war da zu hören. Es ist die Formation zu wünschen, dass noch einige Männer hinzukommen, die die Unterstimmen verstärken. Großes Lob auch an die Begleitband in der Besetzung Michael Götz (Klavier), Jakob Krzysko (Schlagzeug), Ralf Cetto (Bass) und Ana-Maria Fuhr an der Viola.